Selbstfahrerreise Südafrika - Kapregion und Gartenroute

Mit der dreiwöchigen Südafrika Reise im Spätherbst dieses Jahres ging ein langgehegter Wunsch meines Ehemanns in Erfüllung. Ich, die am Anfang mehr als skeptisch war, kann nun sagen, dass es eines der interessantesten und schönsten Reiseerlebnisse meines bisherigen Lebens war. Auch die Befürchtungen hinsichtlich des langen Fluges (etwa 11 Stunden von London nach Kapstadt) erwiesen sich als völlig unbegründet.

Dank der geringen Zeitverschiebung von einer Stunde kamen wir relativ ausgeruht in Kapstadt an und konnten den Ankunftstag gleich voll für die Erkundung der Stadt und ihrer Umgebung nutzen.

 

Allein Kapstadt, eine fast europäisch anmutende Großstadt und beherrscht vom circa 1000 Meter hohen Tafelberg, ist eine Reise wert. Hier erwarteten uns eine architektonische Vielfalt vom Kolonialstil bis hin zum supermodernen Museumsbau, Kunst, Kultur und vor allem eine großartige landschaftliche Kulisse. Die Rundfahrt um das Kap der Guten Hoffnung, entlang der grandiosen Küstenlinie des Atlantischen Ozeans, ist dabei ein unbedingtes Muss. Fast sprichwörtlich ist auch die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Kapstädter, von der wir uns gleich im ersten der insgesamt neun Gästehäuser auf unserer Route überzeugen konnten. 

 

Wer bei dieser Reise ein ganz ursprüngliches und wildes Afrika erwartet, wird vielleicht ein wenig enttäuscht werden. Wer aber auf landschaftliche und kulturelle Vielfalt setzt, kommt voll auf seine Kosten. Die Fahrt mit dem Mietauto war dank der gut ausgebauten Straßen und übersichtlichen Beschilderung sowie der zur Verfügung gestellten Reiseunterlagen überhaupt kein Problem. Und an das Linksfahren kann man sich rasch gewöhnen. Gute Englischkenntnisse sind  allerdings  von Vorteil. Wem dies trotzdem zu anstrengend erscheint, sollte die Möglichkeit nutzen, mit einer kleinen Gruppe und einem Reiseführer durch Südafrika zu reisen, was Go´n joy Africa ebenfalls anbietet. 

Auf unserer, im Vorfeld mit Jenny zusammen individuell geplanten Tour, übernachteten wir, wie bereits erwähnt,  in neun Gästehäusern, die alle sehr gut ausgestattet und sauber waren. Der Service und  das Frühstück waren ausgezeichnet, alle Gastgeber freundlich und hilfsbereit. Das Essen in fast allen Restaurants und vor allem die guten Weine würden jeden Genießer zufrieden stellen.

 

Auf mehr als 1500 km Fahrt vom Westkap zum Ostkap, von Kapstadt bis Port Elizabeth und darüber hinaus erlebten wir ein umfangreiches und abwechslungsreiches Reiseprogramm: Wanderungen im Gebirge, in urzeitlich anmutenden Wäldern und entlang der wilden Steilküsten und endlosen Sandstrände des Atlantischen und Indischen Ozeans, kilometerlange schneeweiße Sanddünen aber auch Galerien und wunderschöne Weingüter sowie bunte Märkte mit afrikanischer Handwerkskunst. Wir badeten im Indischen Ozean und schwammen in einem Salzwasserfluss.

 

Immer wieder überraschte uns die große Artenvielfalt der Südafrikanischen Pflanzen- und Tierwelt. Vom winzigen Tausendfüßler bis hin zum riesigen Elefant kamen wir den Tieren in einigen Naturreservaten fast auf Tuchfühlung nahe, auch Zebras, Löwen, Nashörnern und vielen anderen mehr. Unbeschreiblich artenreich die Vogelwelt. Also doch ein Hauch ursprüngliches Afrika. Wir nahmen unendlich viele Eindrücke und natürlich Hunderte von Fotos mit nach Hause. Unvergesslich werden uns die zahlreichen Begegnungen mit Menschen aus aller Herren Länder und vielen Einheimischen bleiben.

 

Wir danken Jenny für die umsichtige Organisation und Betreuung. Sie war auch während der Reise für uns stets telefonisch oder per Mail erreichbar. Zusätzlich gab es eine Ansprechpartnerin vor Ort, wann immer ein kleines Problem oder eine Frage auftauchen sollte.

 

 


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