Reisebericht Udzungwa Mountains Nationalpark – das „Galapagos Afrikas“

Udzungwa Mountains Tansania

Meine Reise durch den Süden Tansanias führte mich am 07.09.21 vom Ruaha Nationalpark (lesen Sie hier meinen Reisebericht aus dem Ruaha) weiter in die Udzungwa Mountains.

 

Früh am Morgen brach ich mit meiner Mitreisenden auf. Wir genossen die letzten schönen Momente am Ruaha River und verließen den Nationalpark. Vor uns lag ein langer Fahrtag, zuerst auf dem Tanzam Highway und anschließend durch die ersten Ausläufer der Udzungwa Mountains.

 

Die urzeitlichen Udzungwa Mountains gehören zu den 200 Millionen Jahre alten Eastern Arc Mountains, die sich über Kenia und Tansania erstrecken. Die Region ist ein einzigartiges Paradies für Wanderer und Naturfreunde, die sich auf ihrer Tansania Reise die Beine vertreten wollen. Die Udzungwa Mountains umfassen lediglich 2 % der Fläche Tansanias, sind jedoch Heimat von ca. 30 % aller Pflanzen- und Tierarten des Landes, von denen viele endemisch sind. Aus diesem Grund werden die Udzungwa Mountains auch "Galapagos Afrikas" genannt. Im Nationalpark leben 6 Primatenarten, wie z. B. der Uhehe-Rotkopf-Guereza und der Stummelaffe. Der Udzungwa Mountains Nationalpark kann auf vielen gut erschlossenen Wanderwegen nur mit einem Ranger erkundet werden.

 

Nachdem wir die Fahrstrecke via Iringa und Mikumi hinter uns gebracht hatten, beschlossen wir in unserem Camp – dem rustikalen Hondo Hondo Udzungwa Forest Camp – den verbleibenden Nachmittag gemütlich ausklingen zu lassen. Wir genossen einen kurzen Spaziergang rund um das Camp und schauten den umherspringenden Stummelaffen zu. Dabei ließen wir unsere bisherigen Erlebnisse auf unserer Tansania-Rundreise Revue passieren.

Wanderung zu den Sanje Falls

Am nächsten Tag stand eine Wanderung zu den 170 m hohen Sanje Falls auf unserem Reiseprogramm. Übrigens die höchsten Wasserfälle Tansanias. Nach Registrierung im Nationalpark und Abholung unseres Rangers Cha Cha brachen wir in die schönen grünen Bergwälder auf. Unser Weg sollte zum höchsten Aussichtspunkt der Wasserfälle führen. Insgesamt umfasst der Weg ca. 8 km, die jedoch aufgrund der Luftfeuchtigkeit und zahlreichen Stufen durchaus ein wenig anstrengend sind. Unterwegs erklärte uns Cha Cha viel über die medizinische Verwendung der einzelnen Bäume und Pflanzen. Einige Bäume wurden außerdem in früheren Zeiten zur Kommunikation durch Klopfzeichen verwendet.

 

Nach ca. 1,5 zugegeben schweißtreibenden Stunden erreichten wir den ersten Aussichtspunkt. Unsere kurze Verschnaufpause gab uns Kraft für den höchsten Punkt, an dem wir erneut eine tolle Aussicht genossen. Ca. 10 weitere Gehminuten später erreichten wir etwas versteckt weitere Ausläufer der eindrucksvollen Wasserfälle. Wir hatten das Privileg, den Urwald hier für uns allein zu haben. Unsere Mittagspause verbrachten wir auf den Felsen bei grandiosem Ausblick.

 

Während des Abstiegs besuchten wir den tiefsten Punkt der Sanje Falls, an dem Reisende im klaren Bergwasser schwimmen und sich von der insgesamt ca. 6-stündigen Wanderung erfrischen können.

 

Glücklich, etwas erschöpft und mit vielen neuen Eindrücken erreichten wir schließlich wieder unseren Jeep. Wir entschieden spontan, das nahegelegene Mangu’la Village zu besuchen. Da wir nicht mehr ganz fit zu Fuß waren, organisierte uns Cha Cha kurzerhand Fahrräder.

Auf mehr oder weniger gut gewarteten Rädern ging es schließlich in den Ort. Wir fuhren vorbei an lebhaften Geschäften und Handwerksbetrieben in Richtung Bahnhof, wo viele Menschen für ihr Ticket für den Tazara Zug in Richtung Sambia anstanden. Ein authentischer Einblick in das lokale Leben und ein wunderbarer Ausklang eines rundum gelungenen Tages. Die perfekte Abwechslung auf unserer Tansania-Safari-Reise, bevor es am 09.09. weiter in den Nyerere Nationalpark (Teil des Selous Game Reserves) gehen sollte. 

 

All meine Erlebnisse habe ich in unsere neue Kleingruppenreise durch den Süden Tansanias einfließen lassen. Werfen Sie doch einmal Blick drauf: 


Impressionen zum Udzungwa Mountains Nationalpark

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