Afrikas Schätze bewahren

Gemeinsam Afrika erhalten

Heute entschlossen wir uns über ein Thema zu schreiben, dass und bereits seit langer Zeit beschäftigt.

 

Für viele Länder stellt der Tourismus eine der wichtigsten Einnahmequellen dar. Die Schönheit der ursprünglichen Landschaft, die vielseitige Flora und Fauna sowie die kulturellen Besonderheiten, wie die unglaubliche Tierwelt Afrikas, werden dabei als Kapital eingesetzt. Es gibt jedoch auch eine Vielzahl von Risiken, die mit einem rapide ansteigenden Touristenaufkommen verbunden sind. Schäden an der Umwelt und Tierwelt sowie Veränderungen der kulturellen Schätze sind nur einige der Folgen.

 

Die Vorurteile gegenüber einem nachhaltigen oder verträglichen Tourismus sind zahlreich: die Urlauber haben Angst, dass sie für eine nachhaltige Reise tiefer in die Tasche greifen müssen oder im Urlaubsziel angekommen, in ihrem Komfort durch bewusste Mülltrennung oder Wassersparmaßnahmen eingeschränkt sind.  Dennoch wünschen wir uns doch alle eine unberührte Landschaft, eine atemberaubende Tierwelt und gastfreundliche Einheimische.

 

Wir finden, es geht es nicht darum, dass wir zukünftig alle nur noch mit dem eigenen Rad an die Ostsee oder zu anderen nahe gelegenen Orten fahren, um dort in natürlich nachwachsenden Baumhäusern akribisch Müll zu trennen und möglichst nie Bettwäsche oder Handtücher waschen zu lassen.

Einige kleine Tipps, die bereits viel bewirken können, möchten wir euch für eure Afrika-Reise mit auf den Weg geben: 

  • Viele Länder leiden unter einem akuten Wassermangel und es tut uns nicht weh, wenn wir statt 30 nur 15 Minuten duschen oder beim Zähneputzen nicht den Wasserhahn laufen lassen.
  • Bei einem Fernflug solltet ihr entsprechend lang am Urlaubsort bleiben, damit nicht in kürzester Zeit viele Emissionen verursacht werden. Außerdem habt ihr die Möglichkeit, euren Flug zu kompensieren und dafür ein lokales Projekt zu unterstützen: Atmosfair
  • Bei uns bucht ihr kleinere, familiengeführte Hotels, Gästehäuser und Lodges in Namibia, Südafrika & Co.. Damit unterstützt ihr, dass das Geld auch lokalen, einheimischen Betrieben zugutekommt. Meist haben sie ohnehin wesentlich mehr Charme als große Bettenburgen. Und den guten südafrikanischen Wein genießt man besser gemeinsam mit den Gastgebern am Lagerfeuer.
  • Die regionale Küche genießt ihr viel eher in einem kleinen Lokal. Damit tragt ihr dazu bei, dass eine große Einnahmequelle für die örtliche Gastronomie erhalten bleibt. Und nichts ist besser als ein südafrikanisches, leckeres Braai.
  • Füttert in Nationalparks/Reservaten keine Tiere. Die Tiere gewöhnen sich sonst zu sehr an uns Menschen und können in freier Wildbahn nicht allein überleben.
  • Macht keine Fotos mit GPS-fähigen Geräten von bedrohten Tieren. Unser liebstes Beispiel sind die Nashörner in Südafrika und Namibia. Die Wilderer verfolgen mittlerweile aktuelle Posts in den Sozialen Medien und töten die wunderschönen Tiere aufgrund des Nashorns.
  • Bucht kein Elefantenreiten, Cat-Walking und Co. Wir kennen Sie alle, die Bilder von Reisenden, die auf Elefanten reiten. Auch wenn euch in den Reservaten berichtet wird, dass Elefanten und Co. aus schlimmen Zuständen gerettet wurden, so finden wir, dass dies trotzdem kein Grund ist, Wildtiere, die ein freies Leben verdient haben, touristisch abzunutzen.
  • Zeigt Respekt für Lebensgewohnheiten fremder Kulturen.  Wer z.B. als Frau eine Moschee besuchen will, sollte eine Kopf- und Schulterbedeckung dabei haben oder sich ausleihen. Außerdem kann auch ein Lächeln oftmals Brücken zwischen fremden Kulturen bauen.

Ein tolles Zitat besagt:

„I don’t want to protect the environment. I want to create a world, where the environment doesn’t need protection!”

 

Wenn ihr also das nächste Mal in Afrika oder auf einem der anderen wunderschönen Kontinente von einem einheimischen Bauern herzlich eingeladen werdet oder ihr einfach nur Tiere in freier Wildbahn erlebt habt, dann denkt daran, dass nur durch eure Unterstützung und Rücksicht die Menschen noch in 10, 20 oder 50 Jahren in solch einen Genuss kommen können wie wir heute!

 

Mehr über uns, unsere Partner und die von uns unterstützten Projekte sowie unsere Reisen erfahrt ihr hier:


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