10 Tipps für deine Afrika-Reiseplanung

Eine gute Planung schützt in fast allen Lebensbereichen vor unliebsamen Enttäuschungen. So ist es auch beim Reisen. Zwar solltet ihr euch unterwegs auch einmal auf Unbekanntes, Überraschendes einlassen, bei der Planung von Anreise, Unterkünften und Ausflügen kann es jedoch sehr hilfreich sein, sich vorab einen detaillierten Überblick zu verschaffen. Schließlich seid ihr nur eine begrenzte Zeit vor Ort und wollt das echte, einmalige Afrika-Gefühl, die Gastfreundschaft der Menschen und die unvergessliche  Flora und Fauna Afrikas auf eurer Reise durch Südafrika, Namibia, Botswana, Tansania und Co. kennenlernen.

 

Es sei denn, ihr seid echte Backpacker, die sich vom Leben und Geschehen einfach mitreißen lassen, die unbegrenzte Zeit zur Verfügung haben und übernachten wollen, wo es gerade gefällt und passt. Das geht natürlich für echte Lebenskünstler auch. Euch wünschen wir schon einmal viel Spaß :) !

 

Allen anderen geben wir folgende Tipps mit auf den Weg:

 

1.   Das passende Reiseland in Afrika

Afrika besteht derzeit aus 55 anerkannten Ländern, dementsprechend vielfältig sind Landschaften, Sehenswürdigkeiten und Menschen. Spielt im Norden, bspw. in Marokko eher die Kultur und das Orientalische mit tollen Sahara-Kulissen eine Rolle, werdet ihr im Westen nach tollen Landschaften und ebenfalls unbekannten Kulturen suchen, während im Osten und Süden Afrikas mit großer Wahrscheinlichkeit die Tierbesichtigung für euch im Vordergrund steht.

Dabei ist auch wichtig, die beste Reisezeit für eure Afrika-Reise zu recherchieren, da sich nicht alle Jahreszeiten gleich gut für Besichtigungen jeglicher Art eignen. Unterhalb des Äquators herrschen entgegengesetzte Jahreszeiten zu unseren in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

Wer also in unseren Sommermonaten eine Südafrika-Reise macht und Palmen, Sonnenschein und Badehosen-Wetter erwartet, wird mit der falschen Planung vor Ort nicht nur ins Staunen kommen, sondern auch die falsche Bekleidung dabei haben.

Informiert euch deshalb gut entsprechend eurer Vorlieben und Interessen, welche Länder unter den vielen in Afrika in Frage kommen.

 

2.   Reisedauer

Natürlich wollt ihr die in der Regel zur Verfügung stehenden 24 bis 30 Urlaubstage im Jahr nutzen, um eure Traumreisen in Afrika zu erleben. Doch für nachhaltige Erlebnisse, wie tolle Tierbeobachtungen und Safaris, empfiehlt sich, einfach mehr Zeit einzuplanen, um nicht jeden Tag den Ort zu wechseln sowie lange tägliche Fahrstrecken zu vermeiden. Sonst werdet ihr letztliche enttäuscht sein, weil ihr nicht genügend Zeit hattet, um mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen oder in Ruhe die Wildnis oder örtliche Entspannungsmöglichkeiten zu genießen.

Wir empfehlen daher einen Mindestaufenthalt von 14 Tagen, auch aus nachhaltigen Gründen wegen der CO² Emissionen der Flugzeuge.

 

3.   Realistisch planen

In Afrika herrschen andere Größenverhältnisse als bei uns. Dazu kommen Geschwindigkeitsbegrenzungen und unter Umständen auch schlechtere Straßenverhältnisse. Nach 500 Kilometern Fahrtstrecke werdet ihr daher beispielsweise keine Zeit – geschweige denn Lust – haben, noch ein Museum oder eine Sehenswürdigkeit einzuplanen. Erst recht, wenn ihr einen Mietwagen selbst fahrt.

Allein Südafrika ist 3,5 Mal größer als Deutschland. Wer also morgens eine Pirschfahrt im Krüger Nationalpark macht, kann nachmittags nicht in Kapstadt an der Waterfront speisen.

In Botswana solltet ihr nur mit dem eigenen Fahrzeug fahren, wenn ihr bereits Erfahrung mit Sandpisten und Flussläufen in einem Geländefahrzeug habt.

Und in Namibia empfiehlen sich Erfahrungen im Reifenwechseln, denn diese Expertise wird vor Ort mit Sicherheit beansprucht.

Und das sind nur einige – zugegeben drastische – Beispiele.

 

4. Fluganreise nach Afrika

Ein Vergleich der Flugmöglichkeiten lohnt vor der Auswahl des Reiseziels auf jeden Fall, denn nur von ausgewählten Flughäfen in Deutschland gibt es Direktflüge in einige afrikanische Städte. Flugvergleichsportale wie Skyscanner und Swoodoo machen es möglich. Es lohnt sich auch, sich ein Flugangebot vom Reiseveranstalter des Vertrauens im Rahmen einer Rundreise erstellen zu lassen (sofern nicht bereits inkludiert), denn es gibt besondere Tarife, mit denen ihr sparen könnt. Gern erstellen wir euch ein entsprechendes Angebot gemeinsam mit eurer Go'n joy africa-Traumreise.

5. Einreise- und Gesundheitsbestimmungen

Ausschlaggebend für viele ist auch, ob sie eine Malaria-Prophylaxe oder Gelbfieberimpfung benötigen oder, ob ihr Reisepass noch über ausreichend Gültigkeit und freie Seiten verfügt. Die Webseite des Auswärtigen Amtes ist hierfür Gold wert.

 

6. Geiz ist nicht immer geil

Es gibt sie ja, die Reisen, bei denen ihr für 999 € zwei Wochen in Tansania verbringen könnt. Doch hier solltet ihr auf jeden Fall skeptisch werden, denn das sind oftmals Reisen mit viel zu vielen Reiseteilnehmern, die eine ungestörte Tierbeobachtung und ausreichend Zeit an eurer favorisierten Sehenswürdigkeit unmöglich machen. Euch sollte auch zu denken geben, wie das Personal, das euch vor Ort betreut, ausgebildet ist.

Für eine Safari benötigt man einen guten Ranger, der die Tierwelt kennt und der eine entsprechende Ausbildung hat, die finanziert werden muss.

Ein echtes „Jenseits-von-Afrika“-Gefühl mit traumhaften Sonnenuntergängen hinter eurer gemütlichen Lodge hat seinen Preis.

Die eigene Reiseplanung mittels booking und Co. erscheint euch vielleicht auf den ersten Blick günstiger, wer jedoch eine umfangreiche Afrika-Reise plant und sichergehen will, auch tolle Safaris im Krüger Nationalpark, im Chobe und Co., Städtebesichtigungen etc. ohne Umwege und Pannen zu erleben, sollte lieber einen Experten kontaktieren. Qualität und Landeskenntnisse haben eben meistens doch ihren Preis.

 

7. Aktivitäten vorher planen

An einigen Orten habt ihr vielleicht freie Zeit oder ihr hängt noch einige Tage nach eurer Rundreise in Kapstadt, auf Sansibar o. ä., ran. Dann tut ihr gut daran, vor eurer Reise bereits mögliche Aktivitäten zu notieren, denn einige Eintrittskarten müsst ihr vorab über das Internet oder in einem Ticket Office vor Ort buchen (z. B. Robben Island). Wiederum einige Sehenswürdigkeiten sind von Deutschland aus nicht buchbar.

 

8. Gästehäuser statt große Hotels

Ihr habt es schon geahnt oder gelesen: Fans von großen Hotels sind wir nicht :). Es ist doch viel schöner mit einem netten Gastgeber morgens einen Plausch zu halten oder abends in einem schönen kleinen Camp gemeinsam mit wenigen anderen Gästen am Lagerfeuer zu sitzen. Dafür ist Afrika perfekt: Egal, ob in Marokko die familiären Riads, in Südafrika die gemütlichen Gästehäuser oder die mit viel Liebe zum Detail geführten Camps und Lodges. Wer braucht da große Hotelketten?

 

9. Frühstück statt All-inclusive

Wer kennt es nicht? Das Bild der endlosen Büffets, die vor Fülle und Vielfalt zusammenbrechen.

Leider zerstört das All-inclusive-System nicht nur die lokale Gastronomie, die Qualität der euch gebotenen Speisen bzw. die Herkunft der Lebensmittel sind meist ebenfalls überdenkenswert.

Genießt lieber einheimische lokale Spezialitäten in einem netten Restaurant oder auf einem tollen Food Market, wie der Neighbourgoods Market in Woodstock/Kapstadt, der abendliche Markt auf der Jemnaa el Fna in Marrakesch und vielen weiteren.

 

10. Kleingruppenreise statt große Busse

Ihr möchtet nicht allein reisen, sondern unter Gleichgesinnten? Dann empfehlen wir euch Kleingruppen mit maximal 12 Personen.

Auf unseren Tansania-Safaris reist ihr sogar nur mit maximal 7 Personen.

Ihr bleibt nicht anonym wie in einer Gruppe mit 20 anderen. Ihr fahrt in kleineren Fahrzeugen und habt eine bessere Aussicht. Ihr habt mehr Zeit für Erkundungen und Fragen an den Reiseleiter.

So werden nachhaltige Erlebnisse und nette Reisekontakte geschaffen!

 

Gern übernehmen wir die Planung eurer persönlichen Afrika-Traumreise! Stöbert gern in unseren Reisen:

Dir fällt noch etwas ein, was in unsere kleine Liste gehört? Dann kommentiere gern oder schreib uns. 


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